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Wie begrüßt man jemanden auf einer Internetseite, welche sich mit einer furchtbaren Krankheit beschäftigt, ständig Themen zwischen Hoffen und Bangen, Freude und Mitleid aufarbeitet?

Wir sagen trotzdem Willkommen und wenn Du ein Betroffener oder einer der Angehörigen bist, dann siehst Du, dass Du nicht allein bist.


21.03.2017

geschrieben von René

Meine Frau hat jetzt lange nichts geschrieben, zu viele Ereignisse haben sich rasch überschlagen! Demnächst wird Sie wieder hier über Ihre Krankheit und den Werdegang berichten.

Seite heute Mittag liegt sie in der Uniklinik mit einer schweren Bakteriellen Infektion. Schmerzmittel und Antibiotika laufen, und ich hoffe, dass sie schnell wieder gesund wird.

Wie kam es dazu? Vor einigen Wochen bekam sie starke Schmerzen im Rücken. Das war noch während der Chemotherapie. Wir vermuteten erst eine Reaktion auf das Taxol, und einigermaßen ging es auch. Doch mit der Zeit wurde es schlimmer, die letzte Chemo wurde auch abgesetzt und wir hofften das es sich bessert. Nö!

Nach einigem diskutieren mit den Ärzten wurde am 9. März ein CT der Wirbelsäule gemacht. Ein Loch, welches sich über zwei Wirbel der Wirbelsäule erstreckte sorgte sogleich für einen schlimmen Verdacht. Metastasen des Brustkrebs sind in die Wirbelsäule gewandert! Was eine Hammernachricht. Zum Glück hat mein Team in der Arbeit mir den Samstag frei gegeben, das war auch bitter nötig. Ich hab mit meiner Frau erstmal das Wochenende darauf geheult und wir hatten echt die schlimmsten Befürchtungen. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, weiß was die Diagnose bedeutet.

Letzte Woche, am  16. März endlich Biopsie-Tag! Leute, ich weiss um die Risiken einer Biopsie im Krebsfall, aber das ist nunmal das einzig sinnvolle um es ganz genau zu wissen. Und der Arzt entnahm die Probe, und legte diese gleich unter das Mikroskop: „Es ist zu 85% kein Krebs!“ BÄHM. Ich war da gerade in der Arbeit und mir ist ein gigantischer Stein vom Herzen gefallen, meine Anspannung und Verspannungen der letzten Wochen waren wie weggeblasen.

Aber um natürlich ganz genau zu sein, muss die Probe natürlich in die Pathologie gegeben werden und das Restrisiko von 15% hoffentlich ausgeschlossen werden.

Heute, am 21.03.2017 dann telefonisches Gespräch mit der Ärztin, karin klagt ja nun schon jeden Tag über massive Schmerzen und Herzprobleme, verschriebene Schmerzmittel haben nicht mehr angeschlagen.

Nun endlich auch die Gewissheit, kein Krebs, dafür eine Bakterie! Dann ging es bis jetzt Schlag auf Schlag und ich musste das jetzt ersteinmal nieder schreiben.

  • 14 Uhr Untersuchung der Probe, welches Bakterium.
  • 15 Uhr in die Uniklinik per Krankentransport in die Notaufnahme.
  • 16 Uhr Schmerzmittel per Tropf. Bakterie ist jetzt bekannt, kann keiner Aussprechen, geschweige denn schreiben, muss ich mal aus dem Krankenblatt abschreiben.
    Jetzt Ursachenforschung woher das Bakterium kommt. Ich hoffe es ist noch nicht zu schlimm das Herz betroffen.
    Port wird untersucht und gespült, gab schon immer Probleme mit dem Mistding, ich hoffe der kommt bald raus.
  • 16:15 Uhr Antibiotika läuft. (Cefazolin Hikma)
  • 16:30 Uhr Termin beim Chirurgen steht, vielleich morgen schon eine OP.
  • 17:30 Uhr Transport von der Notaufnahme zur Chirurgie

Wenn es was neues gibt, schreibe ich es auf.

Wir haben Krebs…

Meine Frau hat Krebs. Doch auch als Angehöriger, speziell als Ehemann, nimmt man zwangsläufig an allem Teil, was die Krankheit mit sich bringt. Daher möchten wir mit dieser Seite zum Einen uns die Möglichkeit geben mit euch unsere Erfahrungen zu teilen und auch zu verarbeiten.

Und zum Anderen ist es erstaunlich, dass trotz etwa 500.000 Krebserkrankungen jährlich allein in Deutschland, so wenig vom Verlauf und über Therapien bekannt ist bei Betroffenen und Angehörigen.

Klar, bekannt ist, Betroffene bekommen eine Chemotherapie und/oder Bestrahlung, aber was genau und wie und wann und ob, dass ist für alle Beteiligten meist völlig unklar.

Allerdings erschreckend fanden wir vor allem die Unwissenheit, und teils auch eine völlige Überforderung, der Mediziner und deren Assistenten außerhalb der Onkologie. Aus diesen Gründen wollen wir von unserem Schicksal berichten und alle Menschen für dieses Thema sensibilisieren und vielleicht auch dazu beitragen, dass in Zukunft noch viel mehr Öffentlichkeitsarbeit gemacht wird, denn schließlich kann es jeden treffen, in einer Zeit in der Umweltverschmutzung, überhöhte Abgase und der hohe Einsatz von Chemikalien in allen Bereichen des Lebens an der Tagesordnung ist.

Über mich

Ich verfasse gerade einen Text um euch mehr über mich zu erzählen. Was bin ich für ein Mensch, was habe ich schon erlebt und so weiter und so fort.

Das ist gar nicht so einfach, über sich selbst zu schreiben! Habt daher noch ein wenig Gedult, bald ist es soweit.

Blog

Anpassungsoperation 25.09.2017

Allen die jetzt noch mitlesen, möchte ich meinen Dank aussprechen, „Vielen Dank!“. Für die anstehende „Life-Operation wurde ich wieder ausgeladen, man hatte noch etwas interessanteres, als meine Anpassungsop zeigen wollen. Daher wurde meine OP auf den 25.09.2017 verschoben. Mir war es recht, ich nutzte die aufgeschobene Zeit bis zur OP und ballerte mir Nahrungsergänzungsmittel rein. …

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