Mitleid

Diesen Beitrag möchte ich heute den Familienangehörigen widmen.

Die Diagnose Krebs trifft alle und viel zu oft vergessen wir die Angehörigen und den Schmerz den sie durch die Diagnose verkraften müssen.

Der Partner, die Eltern, die Kinder, Freunde und sogar Haustiere leiden und so dürfte wohl auch das Wort Mitleid entstanden sein.

Als Krebspatient kann man im Laufe der Behandlung etwas speziell werden, man ist viel stärker auf sich konzentriert und lebt in seinem eigenen Kosmos.  Einige Menschen ziehen sich zurück oder bekommen eine dünne Haut, andere Weinen oder entwickeln Wesenszüge die neu sind und die Angehörigen sind diesen Veränderungen ausgesetzt.

Ich halte es für sehr wichtig, dass die Angehörigen mit Personen ihres Vertrauens Gespräche führen und so die Gelegenheit zum Austauschen nutzen. In der Uni-Klinik wird Hilfe angeboten und das macht es leichter mit dieser Hilflosigkeit umzugehen und Verständnis für diese Veränderungen zu entwickeln.

Ich nutze häufig in Gespräch mit Partnern von Krebskranken die Möglichkeit um meine Bewunderung gegenüber ihnen auszusprechen. Die meisten sind so verständnisvoll und man sieht Ihnen an, dass sie mit leiden. Auch mein Mann leidet jeden Tag und jede Nacht mit mir seit der Diagnose, egal ob ich Spritzen bekomme oder nicht schlafen kann er macht alles mit, sogar den Haarausfall macht er mir nach 🙂 und deshalb versuche es mit kleinen Gesten zu honorieren.

„Danke für Deine Liebe und Unterstützung, Deinem Beistand und dem Verständnis in diesen schwierigen Zeiten!“

 

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